Am 23.April war es wieder soweit: Der von der UNESCO vor 15 Jahren ausgerufene „Welttag des Buches“ wurde rund um den Globus gefeiert. Der Todestag von Shakespeare und Cervantes wurde gewählt, um auf die Bedeutung des Buches und des Lesens auch im Zeitalter der mulitimedialen Informationsgesellschaft hinzuweisen. Die Idee dieses weltweiten Feiertags geht aber auch auf einen alten katalanischen Brauch zurück. Am Namenstag des Volksheiligen St.Georg (St.Jordi) findet seit den Zwanziger Jahren ein großes Volksfest statt, an dem auf den Straßen zahlreiche Stände aufgebaut und Millionen von Büchern und Rosen verkauft und dann verschenkt werden. Seit 1996 hat sich dieses Lesefest auch in Deutschland etabliert. Eine Vielzahl von Buchhandlungen, Verlagen, Schulen und Bibliotheken beteiligen sich jedes Jahr und organisieren zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen und andere Aktionen rund um das Thema Buch.
Die UNESCO kümmert sich aber nicht nur um das Kulturgut Buch, sondern auch um den Schutz und Erhalt der Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartiger Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. 1972 hat die UNESCO dazu die Welterbekonvention, das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt verabschiedet. Die UNESCO-Welterbeliste umfasst weltweit 890 Kultur- und Naturerbestätten, darunter so bekannte wie die Inkastadt Machu Picchu, die Pyramiden Ägyptens, die Chinesische Mauer, den Tadsch Mahal, Venedig, aber auch den Kölner Dom, die Altstadt von Bamberg oder das Wattenmeer.
Alle Kultur- und Naturmonumente, die unter dem Schutz der UNESCO stehen, finden sich in wunderschönen Bildern und knackigen Beschreibungen in der Edition „Das Erbe der Welt“. Viele von Ihnen sind seit Jahren nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Der erste Band „Amerika I: Südamerika“ nimmt einen mit auf die Reise beispielsweise ins Reich der Inkas nach Cuzco mit seinen beeindruckenden Bauten und in die legendäre Ruinenstadt Machu Picchu.
Oder auf die Osterinseln zu den geheimnisvollen „Moais“, den teils mehreren Meter hohen Tuffsteinfiguren, die eindrucksvolle Zeugnisse der untergegangenen polynesischen Kultur sind. Und auch in den Nationalpark Galapagos-Inseln mit seiner beeindruckenden Tierwelt wie z.B. den Riesenschildkröten.
Über alle von der UNESCO unter Schutz gestellten Dokumente wie Bücher, Handschriften und Partituren sowie Bild-, Ton und Filmdokumente gibt der Band „Das Gedächtnis der Menschheit“ einen schönen Überblick.
Und spätestens hier schließt sich der Kreis zur Bedeutung des Buches als schützenswertes Kulturgut.
geschrieben von W.Schön
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